
Neben den vielen freiwilligen Helfer:innen und Ehrenamtlichen gibt es bei Lern-Fair auch ein großartiges Team hauptamtlicher Kolleg:innen. Eine von ihnen ist Jessica, die als UX/UI Designerin 2025 in unserem Tech Team gestartet ist. Im Interview erzählt sie, wofür sie bei Lern-Fair genau zuständig ist, warum ihr Bildungsgerechtigkeit am Herzen liegt und welche Superkraft sie gerne hätte.
Jessica, stelle dich doch bitte kurz vor.
Ich bin Designerin in Berlin und war vor meiner Zeit bei Lern-Fair lange selbständig tätig. In der Zeit durfte ich bereits eine Reihe schöner Projekte umsetzen. Mein Hauptfokus lag viele Jahre auf den Bereichen Corporate Design, Magazin- und Buchgestaltung. Dazu kamen noch diverse Flyer, Poster, Lookbooks etc.. Die meisten meiner Kunden kamen aus den Bereichen Mode und Kunst, aber ich war auch für visuelle Auftritte von z. B. einem kleinem Café, einem Hairstylisten oder für ein größeres Unternehmen im Gesundheitswesen verantwortlich. Nach einer Erziehungspause hatte ich das Bedürfnis nach einer neuen Herausforderung und habe mein Wissen im digitalen auf neuesten Stand gebracht. Somit bringe ich langjährige Erfahrung im Design und in der Projektarbeit mit zu Lern-Fair und freue mich darüber, wieder Teil eines festen Teams zu sein.
Wofür bist du bei Lern-Fair zuständig?
Als UX/UI Designerin ist es meine Aufgabe, gemeinsam mit dem Tech-Team, die Lern-Fair App stetig weiterzuentwickeln. Es geht darum, Schüler:innen und Helfer:innen die Zusammenarbeit über die App zu erleichtern und neue Funktionen zu integrieren. Manchmal ist es nur ein neuer Button und manchmal sind es viele neue Schritte.
Was gefällt dir an deiner Arbeit bei Lern-Fair?
Erstmal gefällt mir meine Aufgabe an sich. Zudem ist ein großer Bestandteil meiner Arbeit Zuhören und Verstehen. Dann kann ich loslegen. Es ist großartig, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die sich für eine gute Sache engagieren und sie dabei zu unterstützen. Wenn wir Dinge verbessern, bekommen wir direkte Ergebnisse und meist auch Erfolgserlebnisse für unser Tun. Zudem sind wir ein wirklich tolles Team und pflegen ein wertschätzendes Miteinander.
Warum hast du dich dafür entschieden, dich für Bildungsgerechtigkeit einzusetzen?
Gerechtigkeitssinn ist grundsätzlich in meiner DNA angelegt. Durch meine beiden Schulkinder ist Bildung bei uns zu Hause Alltag. Wir leben in einer sehr diversen Gegend. Dadurch begegne ich den Herausforderungen des Lebens für unterschiedlichste Kinder tagtäglich. Das derzeitige Schulsystem - besonders hier in Berlin - ist nicht nur fragwürdig, sondern komplett überlastet. Der Druck auf die Kinder nimmt zu, die Belastung auf allen Seiten ist immens – und das Bildungssystem ist immer weniger in der Lage, Ungleichheiten entgegenzuwirken. Solange dies der Fall ist, scheint es leider notwendig, sich für Bildungsgerechtigkeit einzusetzen. Nur so können alle Kinder und jungen Erwachsene – unabhängig von der Herkunft – die Chance bekommen, ihren ganz eigenen individuellen Weg zu gehen. Es ist absolut bemerkenswert, was Lern-Fair in nur fünf Jahren auf die Beine gestellt hat. Es freut mich, wenn ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, damit noch mehr Schüler unterstützt werden können.
Und zum Schluss noch etwas Persönliches: Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche wäre es und warum?
Frieden stiften natürlich. Warum? Naja … was soll ich sagen. Es macht mich traurig daran zu denken, in welcher unsicheren Umgebung Kinder gerade aufwachsen sollen. Oder zu wissen, warum einige unserer Schüler unsere Sprache lernen müssen.
Wir suchen nach Helfer:innen, die sich für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen.